Ausbildung

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So werde ich Feuerwehrfrau/Mann

Die Ausbildung der Kammeraden findet hauptsächlich in den örtlichen Feuerwehren und auf Kreisebene statt. Während die Grundausbildung (Truppmann 1 und 2, die Sprechfunker Ausbildung sowie z.B. der Motorsägen Lehrgang) und als höchste Stufe, die Truppführer Ausbildung in den örtlichen Wehren stattfindet, werden Lehrgänge wie Maschinisten Ausbildung und Atemschutzträger oft auf Kreisebene angeboten. Neu in der Ausbildungsverordnung  ist, dass vor der Truppführer Ausbildung das Leistungsabzeichen in Bronze abgelegt werden muss.
Geeignete Truppführerinnen und Truppführer können vom Feuerwehrkommandanten zum Gruppenführerlehrgang an die Landesfeuerwehrschule angemeldet werden. Gleiches gilt für Gruppenführer die sich für den Lehrgang zum Zugführer eignen.

Ausbildung in den Wehren

Die Ausbildung ist in Baden Württemberg einheitlich geregelt. Jede/r aktive muss zunächst den Grundlehrgang oder auch Truppmann 1 erfolgreich absolvieren. Dieser Lehrgang dauert 70 Stunden und beinhaltet Themen wie: Löscheinsatz, Technische Hilfeleistung, Recht, Erste-Hilfe-Kurs, Brennen und Löschen sowie Fahrzeugkunde. Zum Abschluss des Lehrganges muss jeder Teilnehmer den Leistungsnachweis erbringen. In Burladingen haben wir sehr gute Erfahrungen mit der Integration der Sprechfunkausbildung in den Grundlehrgang gemacht und bieten dies so auch in der Regel an. Hierfür ist ebenfalls eine kleine „Prüfung“ zu absolvieren. Jetzt beginnt die aktive Zeit bei der Feuerwehr. Als angehender fertiger Truppmann erhält man seinen Alarmgeber und verrichtet im Einsatz Tätigkeiten wie z.B. Standrohr setzten oder Schlauchleitungen legen.

In den nächsten 2 Jahren folgt die Truppmann 2 Ausbildung. Hierfür ist es notwendig, an den regelmäßigen Übungen sowie an Einsätzen teilzunehmen. Sinnvoll ist es, in dieser Zeit die Ausbildung zum Atemschutzträger zu erlangen. Diese findet bei uns kreisweit statt. Ein medizinischer Eignungstest ist Voraussetzung für Atemschutzträger. Nach dieser Zeit ist man ein vollwertiger Truppmann und steht oft mitten im Geschehen. Für jene, die den LKW Führerschein besitzen oder Lust an der Technik haben, bietet sich nun die Maschinisten Ausbildung an. Der Maschinist ist der Lenker des Feuerwehrfahrzeugs. Er bedient im Brandfall die Feuerwehrpumpe am Fahrzeug. Er ist zuständig für das gesamte Material im oder auf dem Fahrzeug.

Die Ausbildung zum Truppführer ist die letzte Ausbildung bei den örtlichen Feuerwehren. Mit dieser Ausbildung beginnt das Führen in der Feuerwehr. Ein Trupp besteht immer aus 2 Mann. Der Truppführer ist der „Chef“ des Trupps. Er ist verantwortlich für seinen Truppmann. Als Voraussetzung für die Zulassung zur Truppführer Ausbildung ist (ganz neu) das Leistungsabzeichen in Bronze, Truppmann 1, Truppmann 2 sowie die Sprechfunkausbildung. Sinnvoll ist auch die absolvierte Atemschutzausbildung.

Ausbildung an der Landesschule

Wer sich jetzt als Truppführer einer Wehr behauptet hat, kann vom Kommandanten zum Gruppenführerlehrgang entsandt werden. Diese findet in der Feuerwehrlandesschule statt. Der Gruppenführer ist der Verantwortliche einer Löschgruppe. Diese besteht aus 8+1 Mann. Er sitzt vorne rechts im Fahrzeug, trägt eine blaue Weste und einen Helm mit einem roten Balken. Während der Anfangsphase des Einsatzes erkundet dieser die Lage, bestimmt die Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe und gibt den Einsatzbefehl.

Eine weitere aufbauende Weiterbildung wäre dann noch der Zugführer genannt. Hier befindet man sich schon in den ganz hohen Gefilden einer Freiwilligen Feuerwehr. Der Zugführer ist befähigt einen ganzen Zug (z.B. Löschzug aus HLF, TLF, DLK) zu führen. Der Zugführer qualifiziert sich mit vorgeschalteten Fortbildungen zum Brandschutzbeauftragten. Beim Zugführer laufen Informationen von den Gruppen oder Truppführern zusammen. Die Zugführerausbildung ist für Abteilungskommandanten einer Wehr mit mehreren Einsatzfahrzeugen Voraussetzung. Sie sind auch befähigt die komplette Einsatzleitung zu übernehmen. Die Ausbildung dauert 70 Stunden und ist, wie bei der Feuerwehr üblich mit einer Prüfung abzuschließen.